Neue Fahrer verzweifelt gesucht

DAS TEAM VOM BÜRGERBUS BRAUCHT VERSTÄRKUNG, VOR ALLEM FÜR DEN FAHRER-POOL. GISELA TIETJE-RÄTHER

Team vom Bürgerbus Kellinghusen braucht dringend Verstärkung / 18 Gemeinden finanzieren das Projekt

Gisela Tietje-Räther
Das Bürgerbusteam aus Kellinghusen wirbt um Verstärkung. Insbesondere der Fahrer-Pool solle aufgestockt werden, erklärt Koordinator Alfred Büsen. Derzeit sind 25 Frauen und Männer in acht Schichten als ehrenamtliche Busfahrer tätig. „Trotz der relativhohen Zahl können wir noch weitere Fahrer gebrauchen“, sagt Büsen.

Grund dafür ist das Prinzip der freien Zeiteinteilung: Danach kann jeder so viel Einsatz bringen, wie gewollt und möglich. Aktuell rollt der Bus fünf Mal in der Woche vormittags und drei Mal nachmittags durch die Gemeinden der Region. Zusätzlich gibt es Fahrten zum Impfzentrum in Itzehoe.

Günter Boelcke ist einmal wöchentlich für fünf Stunden dabei. Der „Mann der ersten Stunde“ möchte seinen Job als Bürgerbus-Lenker nicht missen. Schon seit dem Projektstart im September 2018 gehört er zum Fahrerteam und will auch zukünftig dabei bleiben. „Ein sehr schönes Ehrenamt mit netten Begegnungen und sehr viel Dankbarkeit“, beschreibt er den Dienst am Nächsten.

Die weitestgehend freie Wahl der Einsatzstunden machte auch Karin Hohmann den Einstieg als Fahrerin leicht. Trotz eingeschränkter Zeit als berufstätige Lehrerin und engagierte Großmutter liegt ihr das Ehrenamt am Herzen. „Ich trage mich dann nur für zwei oder drei Termine imMonat ein. Das klappt und bringt total viel Spaß“, sagt die Kellinghusenerin. Für die Einrichtung des Bürgerbusses habe sie sich nach der Lektüre eines Presseartikels gleich interessiert.

Nun genieße sie die Klönschnacks im Bus und das Glück der älteren Herrschaften über die neu erworbene Mobilität. „Der Bürgerbus gibt den Menschen ein Stück Freiheit zurück, das genießen sie sehr.“ Dies erleben Hohmann und ihre Kollegen immer wieder. Es sei eben ein großer Unterschied, ob eine Einkaufsliste weitergegeben werde odereigenständig eingekauft werden dürfe.

Das Projekt Bürgerbus wurde mit Unterstützung der EU über die Aktivregion Holsteiner Auenland realisiert und war zunächst unter dem Dach des Amtes Kellinghusen angesiedelt. Seit dem 1. April 2020 hat der Verein für Gemeindepflege (VfG) die Trägerschaft übernommen. Und seither finanzieren die beteiligten 18 Gemeinden die Kosten für Fahrzeug, Ehrenamtsbüro und Sachmittel unmittelbar.

Mehr Infos gibt es beim VfG unter der Telefonnummer 04822/9459360sowie direkt beim Bürgerbus-Büro, erreichbar montags und donnerstags in der Zeit von 15 bis 17 Uhr: Tel. 04822/3632973.

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