Wohnberechtigungsschein

Wohnungen, die mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung gefördert wurden (sogenannte Sozialwohnungen), unterliegen bestimmter Belegungs- und Mietpreisbindungen. Das bedeutet, dass die Eigentümer*in dieser Wohnungen lediglich an Haushalte vermieten darf, die einen entsprechenden Wohnberechtigungsschein haben. Daneben dürfen die vorgegebenen Miethöhen nicht überschritten werden. Die Miete liegt meist niedriger als bei anderen Wohnungen.

Welche Haushalte können einen Wohnberechtigungsschein für eine Sozialwohnung erhalten?

Einen Wohnberechtigungsschein erhält eine Person / ein Haushalt auf Antrag, wobei die geltende Einkommensgrenze eingehalten werden muss. Weiterhin könnten für eine Ausstellung eines Wohnberechtigungsscheins weitere Voraussetzungen gelten. Die Prüfung des Einkommens und Vermögens erfolgt bei der Behörde, bei der der Antrag auf einen Wohnberechtigungsschein gestellt wird.

> Wohnraumförderungsgesetz

Außerdem ist die Größe einer Wohnung, die bezogen werden darf, in der Regel abhängig von der Größe des Haushaltes (angemessene Wohnungsgröße). Es gibt folgende Grenzen:

Wohnflächengrenzen

Alleinstehende:bis zu 50 m²
mit zwei Personen:bis zu 60 m² oder zwei Räume
mit drei Personen:bis zu 75 m² oder drei Räume
mit vier Personen:bis zu 90 m² oder vier Räume
mit fünf Personen: bis zu 105 m² oder fünf Räume

Für jede weitere zum Haushalt gehörige Person erhöht sich die angemessene Wohnungsgröße um einen Raum oder 10 m² Wohnfläche.

Wer einen Wohnberechtigungsschein hat, darf eine Sozialwohnung mieten, erhält diese aber nicht automatisch, sondern muss sich die Sozialwohnung selbst suchen.

Hinweis

Folgende gültige Leistungsbescheide können einen Wohnberechtigungsschein ersetzen, sofern der im Leistungsbescheid aufgeführte Haushalt unverändert bleibt und die Wohnungsgröße angemessen ist:

  • ein Leistungsbescheid für Unterkunft und Heizung nach SGB II bzw. SGB XII
  • ein Wohngeldbescheid nach dem Wohngeldgesetz

Wo beantragt man einen Wohnberechtigungsschein?

Der Wohnberechtigungsschein muss grundsätzlich bei der Gemeinde-, Amts- oder Stadtverwaltung, in der der Haushalt wohnt, beantragt werden. Hier wird geprüft, ob ein Wohnberechtigungsschein ausgestellt werden kann. Die Geltungsdauer eines Wohnberechtigungsscheines beträgt zwei Jahre und er gilt grundsätzlich nur innerhalb Schleswig-Holsteins. Der Antrag ist von allen volljährigen Angehörigen des Haushaltes zu unterschreiben.

Beim Amt Kellinghusen wird der Wohnberechtigungsschein im Liegenschaftsamt beantragt. Das Liegenschaftsamt hilft Ihnen bei Fragen auch entsprechend weiter.

Welche Fristen muss ich beachten?

Beim Wohnberechtigungsschein gibt es keine Beantragungsfristen. Es wird empfohlen, den Wohnberechtigungsschein rechtzeitig vor einer Wohnungsbesichtigung zu beantragen.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Grundsätzlich sind alle im Antrag ausgefüllten Angaben entsprechend zu belegen. Die entsprechenden Unterlagen sind dem Antrag beizufügen. Weitere Informationen zum Antrag und zu den benötigten Unterlagen entnehmen Sie bitte dem Informationsblatt zum Antrag auf eine Wohnberechtigungsbescheinigung. Das Informationsblatt finden Sie unter Formulare.

Welche Gebühren fallen an?

Für den Antrag bzw. für die Ausstellung eines Wohnberechtigungsscheins fallen keine Gebühren an.

Kontakt und Informationen aus Ihrer Verwaltung

Ansprechpartner

Frau Menzel

Liegenschaftsamt

Bewirtschaftung, Soziale Wohnraumförderung, Wohnberechtigungsbescheinigung, Mietangelegenheiten für einige Liegenschaften der Stadt Kellinghusen

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